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Freikauf von 2 Fohlen

Bei der diesjährigen "Schlachtfohlen"-Versteigerung im Salzburger Maishofen in Österreich unterstützte Animal Compassion die aktiven Retter von "Animal Spirit", um zwei Fohlen freizukaufen.
Sehr oft stehen wir fassungslos vor der Vielfalt an Tierleid, welches über viele Jahrzehnte, um nicht zu sagen über Jahrhunderte tradiert und institutionalisiert ist. Wo mit der Hilfe anfangen, ist oft die schwierige Frage und hier lässt sich auch keine wirklich letztgültige Antwort finden - einfach Tun, bei einer sich bietenden Gelegenheit.

So haben wir uns entschlossen, zumindest für zwei Fohlen einzutreten, um ihnen ein Ende am Schlachthof zu ersparen und ein gutes Leben zu ermöglichen.
Wir haben nicht vor, die lange bewährten Strukturen von seit Jahren erfolgreichen Tierschutzorganisationen selbst aufzubauen (das wäre ein ungerechtfertigter Einsatz unserer Geldmittel) - sondern wir nehmen im Einzelfall die Infrastruktur eingesessener Tierschutzorganisationen in Anspruch, um Tieren in akuter Not zu helfen. So auch in dem Falle der beiden freigekauften Fohlen bei der "Schlachtfohlen"-Versteigerung im Salzburger Maishofen.

Für diese Fohlen wurde im Vorfeld ein Platz bei Nicole Jackstädt in Nordstedt, Nordfriesland in Deutschland gefunden, wo unsere beiden geretteten Fohlen gemeinsam mit noch einem dritten, von ihr selbst freigekauften Fohlen, einen guten Platz gefunden haben.
Dafür sind wir dankbar und es entstehen neben dem Kaufpreis von 2.220,80 Euro keine weiteren Kosten für uns.

Hier ein kleiner Ausschnitt aus einer Presseausendung einer Tierschutzorganisation zu den jährlichen Fohlenmärkten:
"Nach einem Sommer auf der Alm, bei dem sie u.a. als Touristen-Attraktion hergehalten haben, müssen die Fohlen weg, weil im Herbst kein Platz im Stall ist und fast alle Stuten wieder trächtig sind - womit im kommenden Jahr das gleiche Drama vorprogrammiert ist. So werden jeden Herbst aufs Neue die Pferdekinder und ihre Mütter auseinandergerissen - ein für beide Seiten schrecklicher Schmerz. Die Kleinen sträuben sich oft vehement, den Transporter alleine zu besteigen und so wird die Mutterstute hineingeführt, das Fohlen folgt ihr voll Vertrauen. Dann wird die Stute weggerissen, die Klappe geht zu und ein wenige Monate junges Tierkind steht laut wiehernd alleine oder mit fremden Leidensgenossen im Dunkeln..."

Sofern die Fohlen gewissen Voraussetzungen entsprechen, werden sie verkauft, um später als ausgewachsene Pferde unterschiedlichen menschlichen Bedürfnissen zu dienen. Haben sie aber sog. "Mängel", oder ist die Zahl der angebotenen Fohlen zu hoch, dann führt der Weg rasch auf den Schlachthof.

Man kann solche Freikäufe durchaus auch skeptisch sehen und vielleicht auch befürchten, dass dadurch im Sinne von Angebot und Nachfrage weiteres Züchten für den Schlachthof gefördert werden könnte. Andererseits hat sich aber auch gezeigt, dass diese Freikäufe die Preise steigen lassen und damit auch wieder weniger Profit für den reinen Fleischhandel zu machen ist. Es gibt sie einfach nicht, die einzige richtige Lösung. Was auf jeden Fall zu einer guten Lösung führt, ist das Bewusstsein zu stärken, in diesem Falle z.B., kein Pferdefleisch zu essen bzw. letztendlich überhaupt sein Konsumverhalten achtsam zu überdenken.